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Proxmox als VMware-Alternative: Was der Broadcom-Umbruch für KMU bedeutet

Nach den Lizenzänderungen bei VMware suchen viele Unternehmen Alternativen. Warum Proxmox VE für den Mittelstand eine ernstzunehmende Option ist.

Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom hat sich das Lizenzmodell spürbar verändert: Abo-Bündel statt Einzelprodukte, gestiegene Kosten und Unsicherheit bei kleineren Kunden. Viele mittelständische Unternehmen prüfen deshalb Alternativen. Eine der ausgereiftesten ist Proxmox VE – eine quelloffene Virtualisierungsplattform, die in der Praxis längst Enterprise-Reife erreicht hat.

Was Proxmox VE leistet

Proxmox VE kombiniert zwei Virtualisierungstechniken unter einer Weboberfläche:

Dazu kommen Funktionen, die man aus dem Enterprise-Umfeld kennt: Live-Migration laufender VMs zwischen Knoten, Snapshots, Hochverfügbarkeit im Cluster, rollenbasierte Rechte und eine integrierte Backup-Lösung mit dem Proxmox Backup Server.

Das Lizenzmodell – der entscheidende Unterschied

Proxmox VE ist Open Source und ohne Lizenzkosten nutzbar. Optional gibt es ein Subscription-Modell, das Zugang zum stabilen Enterprise-Repository und Support bietet – pro CPU-Sockel und transparent bepreist. Anders als bei klassischen Enterprise-Suiten zahlt man nicht für ein großes Bündel, sondern für genau das, was man braucht. Gerade für KMU mit wenigen Hosts ist das oft ein Bruchteil der bisherigen Kosten.

Cluster und Storage mit Ceph

Für Ausfallsicherheit lassen sich mehrere Proxmox-Knoten zu einem Cluster verbinden. Beim Storage hat man die Wahl:

Mit drei Knoten und Ceph entsteht eine ausfallsichere Plattform, auf der einzelne Server gewartet oder ersetzt werden können, ohne dass der Betrieb stoppt.

Der Weg der Migration

Ein Wechsel will geplant sein, ist aber gut beherrschbar:

  1. Inventur: Welche VMs, welche Ressourcen, welche Abhängigkeiten?
  2. Zielarchitektur: Einzelhost, Cluster, Storage-Konzept und Backup-Strategie festlegen.
  3. Migration: VMs lassen sich über Image-Export/-Import oder Migrationswerkzeuge überführen; Windows-VMs benötigen die passenden VirtIO-Treiber.
  4. Test & Umschaltung: parallel testen, dann kontrolliert produktiv schalten.
  5. Backups: von Anfang an mit dem Proxmox Backup Server absichern.

Worauf man achten sollte

Fazit

Proxmox VE ist für den Mittelstand eine reife, wirtschaftliche und unabhängige Alternative zu kommerziellen Virtualisierungs-Suiten. Es bietet die zentralen Enterprise-Funktionen, ein faires Lizenzmodell und mit Ceph echte Hochverfügbarkeit ohne SAN-Investition. Wer den Umbruch bei VMware zum Anlass nimmt, seine Virtualisierung neu zu denken, gewinnt nicht nur Kostenkontrolle, sondern auch langfristige Planungssicherheit.

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